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Tilman Riemenschneider und seine Werkstatt von Iris Kalden-Rosenfeld ist Ende Dezember 2011 in einer wiederum aktualisierten und erweiterten Auflage erschienen (gleichzeitig erschien auch eine japanische Ausgabe im Verlag Bunrikaku, Kyoto). Erweitert wurde das Buch um drei Werke: das Relief in Schillingsfürst und die Assistenzfiguren Maria und Johannes des Kruzifixus in Berlin. Damit stellt das Buch erstmals seit 1982 und bis heute als einziges das "Gesamtwerk" Riemenschneiders (um 1460-1531) auf dem neuesten Forschungsstand vor.
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Unter Auswertung der Ergebnisse der "Landesausstellung Sachsen-Anhalt" vom 29.06. bis 2.11.2011 erscheint voraussichtlich im März 2012 das Blaue Buch "Der Naumburger Meister. Von seinen Anfängen in Sachsen über Frankreich und Mainz nach Naumburg". In den Ankündigungen des Katalogs zur Naumburger Ausstellung wird die Auffassung betont, der Naumburger Meister entstamme einer Werkstätte der Île de France. Dem gegenüber verficht Straehle in der alten Frage nach dem Werdegang des Meisters die These, dass dessen Wurzeln in der sächsischen Grabmalskunst liegen. Er begründet dies anhand einer Analyse der Figuren und in kritischer Auseinandersetzung mit der Forschungsgeschichte von 1886 bis heute.
– In einem ersten Band zum "Naumburger Meister" widmet Straehle sich den Auftraggebern des Meisters und deren Interessen (Titel-Nr. 2960-8)
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Nach der "Landesausstellung Sachsen-Anhalt" vom 29.06. bis 2.11.2011 erscheint voraussichtlich im Februar 2012 das Blaue Buch "Der Naumburger Stifter-Zyklus. Elf Stifter und der Erschlagene im Westchor des Naumburger Doms". So konnte der Autor deren Ergebnisse auswerten. Gerhard Straehle beantwortet die Frage nach den Auftraggebern und deren Interessen - 'Wer waren und was wollten die Auftraggeber mit dem Figurenzyklus im Naumburger Westchor?' durch eine Auswertung einschlägiger Dokumente aus der Entstehungszeit des Westchors. Diese Dokumente schließen eine liturgische Funktion der Stifterfiguren, wie sie die Autoren des Katalogs der Naumburg-Ausstellung in ihren Ankündigungen favorisieren, aus. Dieselben Dokumente zeigen vielmehr, dass dem politischen Willen des Markgrafen bei der Gestaltung des Stifterzyklus eine entscheidende Bedeutung zukam.
– In einem zweiten Band widmet Straehle sich dem Werdegang des Meisters (Titel-Nr. 2961-5)
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Das Blaue Buch über Konrad Witz erschien rechtzeitig zur Ausstellung im Kunstmuseum Basel (6.3. - 3.7.2011). Wir haben es seit 2007 angekündigt, aber wir mussten die Restaurierung unter anderem der Tafeln aus dem Basler "Heilsspiegel-Altar" abwarten: das Blaue Buch zeigt also die Tafeln im restaurierten Zustand. -- Eine Schaffenszeit von nur zehn Jahren (1434-1444) und ein Œuvre von nur 20 Werken sind für Konrad Witz bekannt, doch gilt er als einer der bedeutendsten Maler des Spätmittelalters. Erstmals seit über 40 Jahren wird das Gesamtwerk von Konrad Witz wieder monographisch vorgestellt. Die Autorin Dr. Karin Althaus war mehrere Jahre am Kunstmuseum Basel tätig (heute am Lenbachhaus München).
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Rechtzeitig zum Jubeljahr der Ersterwähnung vor 1000 Jahren erschien im Januar 2011 ein Blaues Buch über die Gemeinde Kaufungen in Hessen, 10 km östlich von Kassel. Kaiser Heinrich II. schenkte den Ort als Morgengabe seiner Gemahlin Kunigunde, die nach seinem Tod in das hier von ihr gegründete Benediktinerinnen-Stift eintrat, wo sie bis zu ihrem Tod 1033 lebte. -- Das Bild Kaufungens wird heute geprägt von idyllischen Fachwerkwinkeln, alten Sandsteinbrücken, wieder entstandenen Dorfplätzen, modernen Wohnsiedlungen, Sehenswürdigkeiten wie der Stiftskirche – das bedeutendste spätottonische Bauwerk in Nordhessen –, dem Ritterschaftlichen Stift mit St. Georgskapelle, Regionalmuseum „Alte Schule“ mit MitmachHaus und Museumsgarten, Bergwerkmuseum Rossgang, Ziegeleimuseum Oberkaufungen und der landschaftlich reizvollen Umgebung des Lossetales. --
Dieser Band führt mit 73 Farbbildern in 48 Rundgang-Stationen zu den Hauptattraktionen von Ober- und Niederkaufungen.
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Am 02. Dezember 2010 erschien das Blaue Buch Königstein im Taunus: Geschichte und Kunst in der erweiterten und aktualisierten Auflage. Es gibt eine Paperback- und eine in Leinen gebundene Ausgabe (Titel-Nr. 0778-1). Das Buch ist von bisher 96 Seiten auf 160 Seiten angewachsen und bietet 526 Bilder, davon 440 in Farbe.
Es stellt im ersten Teil die Geschichte Königsteins und seiner Stadtteile dar. Der zweite Teil beschreibt über 140 Kulturdenkmale. Breiten Raum nimmt dabei die Burg- und Festungs-Ruine ein, deren älteste sichtbare Teile aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts stammen.
Mehrseitige Exkurse widmen sich den Themen „Wald, Wasser, Wiesen und Wind“, „Zur Königsteiner Verkehrsgeschichte“, „Unser Woogtal“ sowie „Einige Beispiele für Erhaltung, Gefährdung und Abriss“. Eingestreute Artikel vertiefen besondere Aspekte der Königsteiner Geschichte.
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Die jüngsten EU-Forderungen nach Abkürzung der Kohle-Subventionen sind abgewehrt, ein neuer Tarifvertrag für den Steinkohlebergbau ist jetzt unter Dach - dieses Buch bleibt aktuell, auch wenn solche Einzelheiten dort keinen Platz fanden: Denn seit dieser 6. Auflage von "Die alten Zechen an der Ruhr" aus dem Jahr 2008 sind keine eingreifenden kohlepolitischen Beschlüsse mehr gefallen (die jüngsten kamen am 30.11.2007 zustande).
Dieses Lesebuch, Nachschlagewerk und Bilderbuch in einem behandelt nahezu alle Aspekte einer Schlüsselindustrie der Zeit zwischen etwa 1850 und 2008. Der Katalogteil bietet „Lebensgeschichten” von 477 Zechen vom Mittelalter bis heute: Zechen und Schachtnamen, Förderkapazität, Beschäftigte, technische Neuerungen, Erst-Einsätze, bauliche Besonderheiten, besondere Ereignisse, Stilllegungen, Denkmalschutz und Umweltschutz.
Die ersten 130 Seiten sind eine Geschichte des Ruhrbergbaus von der Frühzeit bis heute als Wirtschafts-, Sozial- und Technik-Geschichte, darin Kapitel über die Gewerkschaften im 19. Jh., den „Kampf an der Ruhr“ der 1920er, die NS-Zeit und das „Zechensterben“ der 1960er Jahre, aber auch die Schilderung der wechselnden Perspektiven bis zu den jüngsten Planungen mit Blick auf die „Ewigkeitslasten“ der Ruhrkohle sowie Probleme des Klimawandels wie der globalen Energiewirtschaft.
Die 6. Auflage schreibt nicht nur die Geschichte bis Ende 2007 fort, sondern erweitert das ohnehin reiche Bildprogramm mit seinen vielen historischen Fotos, hauptsächlich aus den 1950er bis 1990er Jahren, um einen aktuellen 8-seitigen Foto-Exkurs zum Thema „Zollverein Weltkulturerbe“.
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"Architektur der Zwanziger Jahre in Deutschland" - Ein Vermächtnis in Gefahr. Von Peter Bläsing. Einführung von Christian Welzbacher.
Was ist übrig von der Architektur der Zwanziger Jahre?
Walter Müller-Wulckow hatte 1929 in seinen drei Blauen Büchern zur „Deutschen Baukunst der Gegenwart“ 323 Fotos von 248 zeittypischen Bauten gezeigt. Peter Bläsing hat ihnen in den letzten fünfzehn Jahren mit großer Sorgfalt nachgespürt und sie fotografiert, und zwar möglichst aus dem Blickwinkel von 1929.
Ein Ergebnis: 67 der 248 Objekte wurden inzwischen zerstört oder bis zur Unkenntlichkeit verändert, zahlreiche sind aber auch mehr oder weniger gepflegt einigermaßen original erhalten.
Diese Dokumentation im Ortsalphabet ist ein Appell an das öffentliche Bewusstsein.
Christian Welzbacher weist in seiner Einführung unter anderem darauf hin, dass sowohl die Bilder von 1929 als auch die jüngsten bestenfalls Abbilder einer Moderne sind, die immer nur zwischen Buchdeckeln oder in den Köpfen existiert hat.
Lobende, ja begeisterte Rezensionen brachten Baunetz.de ("Was für ein hinreißendes Projekt!"), Frankfurter Rundschau, der Berliner "Tagesspiegel", "Monumente" (die Zeitschrift der Deutschen Stiftung Denkmalschutz) und "Gutenbergs Welt" des Westdeutschen Rundfunks, der ekz-Informationsdienst für öffentliche Bibliotheken
und andere.
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Ernst Barlach - Leben im Werk: Dieser einzige Querschnitt durch Barlachs Gesamtwerk setzt seine Schriften, Dramen, Prosawerke und Briefe, Zeichnungen und Plastiken chronologisch und möglichst auch thematisch zu einander in Beziehung. Mit wenigen Ausnahmen sind die Hauptwerke vertreten, die Texte in Auszügen. Diese Neuausgabe zeigt 22 Werke in 23 Farbabbildungen.
Das Buch, herausgegeben von Naomi Jackson Groves, liegt in einer deutschen und in einer englischen Ausgabe vor.
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Ein Gedenkblatt für Thea Altaras
Unser Gedenken gilt für immer Thea Altaras (Zagreb 11. März 1924 - Gießen 28. September 2004). - Mit unglaublichem Engagement tat Thea Altaras das, was eigentlich andere an ihrer Stelle hätten tun müssen. Ihr haben wir es zu verdanken, dass ein Teil der bittersten deutschen Geschichte Aufklärung fand. - Behutsam, ohne Hass, manchmal mit viel Trauer im Herzen forschte Thea Altaras nach dem Schicksal der einst über vierhundert Synagogen in Hessen, besonders auch nach 1945. Tief beschämt mussten wir durch ihre Suche erkennen, wie gründlich der deutsche Antisemitismus in den Städten und Dörfern gewütet hatte und mancherorts bis heute noch zu spüren ist. Wir sind Dr. phil. h. c. Dipl.-Ing. Architektin Thea Altaras zu tiefem Dank verpflichtet. - Die Arbeiten an der Neuausgabe ihres Buches "Synagogen und jüdische Rituelle Tauchbänder in Hessen - Was geschah nach 1945?" hat sie kurz vor ihrem Tod vollendet - bis auf die Bildredaktion. Ihr Lebenswerk, das Buch "Synagogen in Hessen - Was geschah seit 1945?", liegt jetzt, drei Jahre nach ihrem Tod, in einer Neuauflage wieder vor. Am 27.9.07 wurde das Buch im Rahmen einer Gedenkfeier für Thea Altaras im Netanya-Saal des Alten Schlosses in Gießen der Öffentlichkeit vorgestellt.
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Skandalöser Umgang mit einem Geschichts-Mahnmal: Im Frühjahr 2006 verkaufte das Bundesvermögensamt trotz verzweifelter Warnungen bedeutende Teile von Prora an einen "Investor" mit guten Verbindungen zur Politik
Die 7 km lange Baugruppe in Prora auf Rügen sollte 20.000 Gäste der nationalsozialistischen „KdF“-Organisation aufnehmen, wurde aber nie ganz fertiggestellt. In ihrer Gigantomanie nur mit dem nürnberger Reichsparteitagsgelände vergleichbar, ist die Anlage das größte Dokument der NS-“Sozialpolitik“, die unter dem zynischen Begriff „Kraft durch Freude“ in Wahrheit nur Verachtung für die Erholung suchenden Feriengäste übrig hatte. Sie ist auch Zeuge für die DDR-Militärgeschichte und für die Ratlosigkeit aller Nachwende-Bundesregierungen.
Obgleich unter Denkmalschutz stehend, verfallen die Bauten seit Jahren, außer jenen 20%, die durch Privatinitiativen genutzt und erhalten wurden wie z. B. durch das Museum Prora – Herausgeber dieses Buches – und das „One World Camp Youth Hostel”, die inzwischen aber zum Auszug gezwungen worden sind.
Die erste Auflage dieses Buches warnte bereits 2003 vor den Gefahren, die dem Geschichts-Mahnmal drohen, und zeigte zukunftweisende Konzepte auf. Aber Leute mit guten Verbindungen zur Politik konnten ihre Interessen durchsetzen.
So bietet die zweite Auflage des Buches nicht nur, wie bisher, Geschichte und Baubeschreibung von Prora, sondern berichtet auch (unter Nennung der Akteure) von dem skandalösen Verkauf bedeutender Teile der Anlage durch die Bundesregierung im Frühjahr 2006 an einen „Investor“, der bisherige Mieter mit zweifelhaften Mitteln hinausdrängte und die Aufbauarbeit der seit 13 Jahren dort etablierten Museen und anderen Institutionen zerstörte – ein veritabler Skandal, der eines Untersuchungsausschusses würdig wäre.
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